Nietzsche ist ehewidrig wie hunderte von Zitate gegen die Ehe mit Liebe, es zeigen. Nietzsche ist immer gegen die Ehe als interpersonale Beziehung, Austausch zur Vervollkommnung von 'Mann und Frau, und Kinder'. Die Ehe für Nietzsche ist exklusiv für die Fortplanzung, Zeugung, mit Auslese, und nur zeitlich, immer ohne Einmischung von der Moral und Religion (Der Staat sorgt für die Verbesserung der Rasse; cf. "Nietzsche Rassist"; "Nietzsche Verbrecher").
‟Die Ehe ist auf verkümmerte Halbmenschen eingerichtetˮ (F 1882 1 [80]).
‟Die Ehe ist für die durchschnittlichen Menschen ausgedacht, welche weder der großen Liebe noch der großen Freundschaft fähig sind, die Meisten also: aber auch jene ganz Seltenen, welche sowohl der Liebe als der Freundschaft fähig sindˮ (F 1882 5 [1]46).
‟Die Männer gründen die Ehe, um das Gefühl der M[acht] zu haben: die Frauen auch (unabhängig sein) Aber sie irren sich beide. Die Liebe ist kein Grund zur Ehe, eher ein Gegengrund: ein tiefes Gefühl verbirgt sichˮ (F 1880 4 [284]).
‟Die Verworrenheit der Mittel, die Ehe aufrecht zu erhalten: das Weib glaubt, prädestinirt nur für diese zu sein. In Wahrheit ist Alles gemeiner Zufall, und hundert andere Männer thäten ihr ebenso gut. Sie will gehorchen: sie arbeitet für den Mann und denkt und sagt: ʽwas habe ich alles für dich gethan!ˮ aber es war nicht für ʽdichʼ, sondern für irgend einen, der ihren Trieben in den Wurf kam. Der Beruf und die tägliche Arbeit trennt die Gatten und hält so die Erträglichkeit aufrecht. Weil die Männer und Frauen früher nicht erfahren haben, was eigentlich Freundschaft ist, so sind sie auch nicht enttäuscht über den Verkehr: weder die Liebe, noch die Freundschaft ist ihnen bekannt. Die Ehe ist auf verkümmerte Halbmenschen eingerichtetˮ (F 1882 1 [80]).
‟Eine Narrheit wäre es! Viel, wahrlich, dünkt es mich für einen solchen, wenn er eines oder zweier oder dreier Weiber Mann istˮ (‟Alsoˮ Vom höheren Menschen 13).
‟Einen Freigeist wird sein Gewissen mehr beissen, wenn er seine Ehe mit kirchlichen Ceremonien begonnen, als wenn er ein Mädchen verführt hat; obwohl letzteres tadelns- und strafenswerth, ersteres es nicht istˮ (F 1877 20 [16]79)
‟Man hat mit der wachsenden Indulgenz zugunsten der Liebes-Heirat geradezu die Grundlage der Ehe, das, was erst aus ihr eine Institution macht, eliminiert. Man gründet eine Institution nie und nimmermehr auf eine Idiosynkrasie, man gründet die Ehe nicht, wie gesagt, auf die ʽLiebeʼ, man gründet sie auf den Geschlechtstrieb, auf den Eigentumstrieb (Weib und Kind als Eigentum), auf den Herrschafts-Trieb, der sich beständig das kleinste Gebilde der Herrschaft, die Familie, organisiert, der Kinder und Erben braucht, um ein erreichtes Maß von Macht, Einfluß, Reichtum auch physiologisch festzuhalten, um lange Aufgaben, um Instinkt- Solidarität zwischen Jahrhunderten vorzubereiten. Die Ehe als Institution begreift bereits die Bejahung der größten, der dauerhaftesten Organisationsform in sich: wenn die Gesellschaft selbst nicht als Ganzes für sich gutsagen kann bis in die fernsten Geschlechter hinaus, so hat die Ehe überhaupt keinen Sinn. Die moderne Ehe verlor ihren Sinn, folglich schafft man sie abˮ (‟Götzenˮ 39 Kritik der Modernität)
‟Schlimm genug! Die Zeit zur Ehe kommt viel früher als die Zeit zur Liebe: letztere gedacht als das Zeugniß der Reife, bei Mann und Weibˮ (F 1882 5 [1]18).
‟Viele kurze Torheiten, das heißt bei euch Liebe. Und eure Ehe macht vielen kurzen Torheiten ein Ende, als eine lange Dummheit. Eure Liebe zum Weibe und des Weibes Liebe zum Manne: ach, möchte sie doch Mitleiden sein mit leidenden und verhüllten Göttern! Aber zumeist erraten zwei Tiere einanderˮ (‟Fröhlicheˮ Von Kind und Ehe).
‟Die Ehe ist für die zwanziger Jahre ein nötiges, für die dreißiger ein nützliches, aber nicht nötiges Institut: für das spätere Leben wird sie oft schädlich und befördert die geistige Rückbildung des Mannesˮ (Menschlichesˮ 421).
Geistliche Fruchtbarkeit der ehelosen Männer, biologische Fruchtbarkeit der Frauen.
‟Spitzen und Spitzchen. Die geringe Fruchtbarkeit, die häufige Ehelosigkeit und überhaupt die geschlechtliche Kühle der höchsten und kultiviertesten Geister, sowie der zu ihnen gehörenden Klassen, ist wesentlich in der Ökonomie der Menschheit: die Vernunft erkennt und macht Gebrauch davon, daß bei einem äußersten Punkte der geistigen Entwickelung die Gefahr einer nervösen Nachkommenschaft sehr groß ist: solche Menschen sind Spitzen der Menschheit, sie dürfen nicht weiter in Spitzchen auslaufenˮ (‟Menschlichesˮ 197).
‟Ehe von gutem Bestand. Eine Ehe, in der jedes durch das andere ein individuelles Ziel erreichen will, hält gut zusammen, zum Beispiel wenn die Frau durch den Mann berühmt, der Mann durch die Frau beliebt werden willˮ (‟Menschlichesˮ 399).
‟In den ältesten Zeiten der Völker […] Ursprünglich also wurde die Ehe nicht von zwei Personen eingegangen, die Ehe kommt über das Weib wie ein Verhängniß, das Weib hat keinen Antheil an der Gestaltung der Eheˮ (F 1875 9 [1]).
‟Er fühlt sich, sie fühlt sich, es fühlt sich, Mann Frau und Kindˮ (F 1880 4 [185]).
Für Nietzsche Alles ist gut in den menschlichen sexuellen Beziehungen, auβer der Ehe. Von Nietzsche sind auf höchst empfohlen einige Gegenmitteln, Abfluβkanäle, Ersatzlösungen, oder Zusätze der Ehe, alle die aussereheliche geschtlechtliche ‟gesellschaftliche Kombinationenˮ, immer gedenkend an den Mann: Ehe auf Frist, wilde Ehe, Ehescheidung, Polygamie, Concubinat, Ehebruch, Prostitution, ehrliche Huren, entfesseltes Hetärentum, widernatürlichen Inzest, gute Päderastie (Knabenliebe) als Überladung des Triebes, Gemeinde der Freier, Freundschaft (zwischen Männer), Selbstbefriedigung (Onanismus), Verführung, Entführung, Ehelosigkeit, Untreue, auch Askese-Keuschheit, und Kastration46 . Alles, auβer der Ehe. Als Model wirken die tierische oder die bei Nietzsche interpretierte Beziehungen von den primitiven Kulturen (griechische, indische, orientalische, afrikanische, usw.). Gegen die Monogamie (F 1876 23 [79]). Gegen die Familie wie gegen alle gesellschaftliche Institutionen. (Cf. ‟Institutionˮ 150x; F 1882 1 [80]; Cf. Antichrist 51-60).
‟Das Concubinat ist corrumpirt durch, die Eheˮ (F 1882 3 [1]416).
‟Für alle übrigen genügt Concubinat, mit Verhinderung der Empfängnißˮ (F 1880 5 [38]).
‟Die Natur weist den Mann auf mehrfache Verheirathung nach einander an: zuerst ein älteres Mädchen. Übergang derselben später in's Mütterlicheˮ (F 1876 17 [29]).
‟Zur Zukunft der Ehe […] als Gegenmittel gegen die Prostitution (oder als deren Veredelung): Ehen auf Frist, legalisirt (auf Jahre, auf Monate, auf Tage), mit Garantie für die Kinder / jede Ehe verantwortet und befürwortet durch eine bestimmte Anzahl Vertrauens-Männer einer Gemeinde: als Gemeinde-Angelegenheitˮ (‟Nachlassˮ 733; F 1888 16 [35]). ‟Zeitehenˮ (F 1881 11 [82]2).
‟Wenn Gold klingelt, da blinzelt die Hure. Und es giebt mehr Huren als Goldstücke. Wer käuflich ist, den heiße ich Hure. Und es giebt mehr Käufliche als Goldstückeˮ (F 1883 18 [12]).
‟Die Ehen sollen viel seltener werden! Geht durch die großen Städte und fragt euch, ob dies Volk sich fortpflanzen soll! Mögen sie zu ihren Huren gehen! Die Prostitution nicht sentimental! Es soll nicht das Opfer sein, das den Damen oder dem jüdischen Geldbeutel gebracht wird, sondern der Verbesserung der Rasse. Und überdies soll man diese Opferung nicht falsch beurtheilen: die Huren sind ehrlich und thun, was ihnen lieb ist und ruiniren nicht den Mann durch das ʽBand der Eheʼ, diese Erdrosselung!ˮ (F 1880 5 [38]).
‟In der Sahara-Stadt Biskra lebt eine Zeit lang jedes Mädchen der benachbarten Völker von der Prostitution, um sich durch sie zu bereichernˮ (F 1880 3 [15]).
‟Veredelung der Prostitutionˮ (F 1881 12 [122]; 1887 11 [91]; 1888 15 [4]). ‟Was macht denn z. B. die Prostitution so schädlich, schleichend, ihrer selber unsicher? Nicht ʽdas Böse an sichʼ in ihr, sondern die schlechte Meinung, mit der sie behandelt wirdˮ (F 1882 1 [34]).
‟Die Keuschheit ist nur für das Alter der Halbjünglinge und Mädchen eine Tugend: an sich eine Perversität, weil es die Gattung vernichten würde. Als individuelle Maßregel im Interesse der Anderen eine Ausnahme: wo nämlich nur die völlige Entsagung den M. retten kannˮ (F 1880 4 [135])
‟Moralische Verbote, wie die des Dekalogs, passen nur für Zeitalter der unterworfenen Vernunft: jetzt würde ein Verbot ʽdu sollst nicht tötenʼ, ʽdu sollst nicht ehebrechenʼ, ohne Gründe hingestellt, eher eine schädliche als eine nützliche Wirkung habenˮ (‟Menschlichesˮ 48).
‟Wagner ist reich an bösen Einfällen; aber was sagen Sie dazu, daß er Briefe darüber gewechselt hat (sogar mit meinen Ärzten) um seine Überzeugung auszudrücken, meine veränderte Denkweise sei die Folge unnatürlicher Ausschweifungen, mit Hindeutungen auf Päderastieˮ (An Köselitz 830421). ‟Einer 'der seligen Knabenʼˮ (An R.Wagner 700521).
‟Die erotische Beziehung der Männer zu den Jünglingenˮ (‟Menschlichesˮ 259).
‟Natürlich-unnatürlich, ist nichts! Die Griechen haben die Liebe innerhalb desselben Geschlechtes zu dem höchsten Grade von Idealität gehoben, sie hießen die Knabenliebe eben gutˮ 47 .
‟Eine Kultur der Männer. Die griechische Kultur der klassischen Zeit ist eine Kultur der Männer. Was die Frauen anlangt, so sagt Perikles in der Grabrede alles mit den Worten: sie seien am besten, wenn unter Männern so wenig als möglich von ihnen gesprochen werde. Die erotische Beziehung der Männer zu den Jünglingen war in einem unserem Verständnis unzugänglichen Grade die notwendige, einzige Voraussetzung aller männlichen Erziehung (ungefähr wie lange Zeit alle höhere Erziehung der Frauen bei uns erst durch die Liebschaft und Ehe herbeigeführt wurde); […] der Gesichtspunkt der Kindererzeugung und der Wollust, nichts weiter kam hier in Betracht; es gab keinen geistigen Verkehr, nicht einmal eine eigentliche Liebschaft. Erwägt man ferner, daß sie selbst vom Wettkampfe und Schauspiele jeder Art ausgeschlossen waren, so bleiben nur die religiösen Kulte als einzige höhere Unterhaltung der Weiberˮ (‟Menschlichesˮ 259).
‟Wir sind ja keine albernen Keuschheits-Fasler: wenn man ein Weib braucht, wird man schon ein Weib finden, ohne darum Ehen zu brechen und Ehen zu gründenˮ 48 .
‟Liebeshändel gehören unter die Harmlosigkeiten des Daseinsˮ (F 1876 23 [120]).
‟Wie viele haben ihr Leben für die hübschen Weiblein geopfert, und selbst, was schlimmer ist, ihre Gesundheit!ˮ(‟Nachlassˮ929)
‟Und überdies soll man diese Opferung nicht falsch beurtheilen: die Huren sind ehrlich und thun, was ihnen lieb ist und ruiniren nicht den Mann durch das ʽBand der Eheʼ, diese Erdrosselung!ˮ (F 1880 5 [38]).
‟ein Mann von Zeit zu Zeit ein Weib nöthig hat, wie er von Zeit zu Zeit eine rechtschaffene Mahlzeit nöthig hat. Zuletzt haben die Jesuiten herausgebracht, daß Leop…ˮ (F 1884 26 [405]; cf. ‟L{eopardi} früher On{anie} trieb, später impotent warˮ in F 1885 34 [95]; cf. Der Fall Wagner-Nietzsche)
‟Hatten nämlich die Frauen ihre größte Macht in der Sitte, wonach werden sie greifen müssen, um eine ähnliche Fülle der Macht wiederzugewinnen, nachdem sie die Sitte aufgegeben haben?ˮ (‟Menschlichesˮ 425).
‟Das Weib ist unsäglich viel böser als der Mann, auch klüger; Güte am Weibe ist schon eine Form der Entartung... (‟Ecceˮ Warum ich so gute Bücher schreibe 5).
‟Die Keuschheit ist nur für das Alter der Halbjünglinge und Mädchen eine Tugend: an sich eine Perversität, weil es die Gattung vernichten würde. Als individuelle Maßregel im Interesse der Anderen eine Ausnahme: wo nämlich nur die völlige Entsagung den M [enschen] retten kannˮ (F 1880 4 [135]).
‟Die erstere [Moral] pflegt stoisch, hart, tyrannisch zu sein (der Stoizismus selbst war eine solche Hemmschuh- Moral); die andere ist schwärmerisch, sentimental, voller Geheimnisse, sie hat die Weiber und ʽschönen Gefühleʼ für sich (das erste Christentum war eine solche Moral)ˮ (‟Nachlassˮ 268).
‟Die Verdüsterung, die pessimistische Färbung kommt notwendig im Gefolge der Aufklärung. Gegen 1770 bemerkte man bereits die Abnahme der Heiterkeit; Frauen dachten, mit jenem weiblichen Instinkt, der immer zugunsten der Tugend Partei nimmt, daß die Immoralität daran Schuld seiˮ (‟Nachlassˮ 91).
‟Die Moralität der Männer nimmt im Leben ab; als Kinder sind wir am moralischesten, weil ohne Furcht, von Liebe umgeben und der Anmaaßung fremd. Die Moralität der Frauen, welche in ähnlichen Verhältnissen wie die Kinder zeitlebens leben, nimmt deshalb mit den Jahren eher zu, als abˮ (F 1880 [44]91).
‟Die Gesetze beziehen sich auf die Ausnahmen der Sittlichkeit der Sitte […] So gab es bei den alten Römern die Vorstellung, daß ein Weib sich nur auf zweierlei Art tödlich versündigen könne: einmal durch Ehebruch, sodann, durch Weintrinken. Der alte Cato meinte, man habe das Küssen unter Verwandten nur deshalb zur Sitte gemacht, um die Weiber in diesem Punkte unter Kontrolle zu halten; ein Kuß bedeute: riecht sie nach Wein? Man hat wirklich Frauen, die beim Weine ertappt wurden, mit dem Tode gestraft: und gewiß nicht nur, weil die Weiber mitunter unter der Einwirkung des Weines alles Nein-Sagen verlernen; die Römer fürchteten vor allem das orgiastische und dionysische Wesen, von dem die Weiber des europäischen Südens damals, als der Wein noch neu in Europa war, von Zeit zu Zeit heimgesucht wurden, als eine ungeheuerliche Ausländerei, welche den Grund der römischen Empfindung umwarf; es war ihnen wie ein Verrat an Rom, wie die Einverleibung des Auslandesˮ (‟Fröhlicheˮ 44 Die geglaubten Motive).
‟Herzensbedürfnisse. Die Thiere, welche eine Brunstzeit haben, verwechseln nicht so leicht ihr Herz und ihre Begierde: wie es die Menschen und namentlich die Weibchen thunˮ (F 1882 3 [1]219).
‟Wie oft! Wie unverhofft! Wie viele verheiratete Männer haben den Morgen erlebt, wo es ihnen tagte, daß ihre junge Gattin langweilig ist und das Gegenteil glaubt! Gar nicht zu reden von jenen Weibern, deren Fleisch willig und deren Geist schwach ist!ˮ (‟Morgenröteˮ 276; cf. ‟Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwachˮ: Mt 26,41).
‟Sie sind den christlichen Gott los und glauben nun um so mehr die christliche Moral festhalten zu müssen: das ist eine englische Folgerichtigkeit, wir wollen sie den Moral-Weiblein à la Eliot nicht verübelnˮ (‟Götzenˮ Streifzüge 5).
‟Liebe. Seht hinein: diese Liebe, dieses Mitleid der Weiber, gibt es etwas Egoistischeres?... Und wenn sie sich opfern, ihre Ehre, ihren Ruf, wem opfern sie sich? Dem Manne? Oder nicht vielmehr einem zügellosen Bedürfnisse? Das sind genau so selbstsüchtige Begierden: ob sie nun anderen wohltun und Dankbarkeit einpflanzen... Inwiefern eine derartige Hyperfötation einer Wertung alles übrige heiligen kann!!ˮ (‟Nachlassˮ 777; cf. ‟Superfötationˮ).
‟Die Keuschheit der Nonne: mit welchen strafenden Augen sieht sie in das Gesicht anderslebender Frauen! wie viel Lust der Rache ist in diesen Augen!ˮ (‟Morgenröteˮ 1.30).
‟Die ungeheure Erwartung in betreff der Geschlechtsliebe und die Scham in dieser Erwartung, verdirbt den Frauen von vornherein alle Perspektivenˮ (‟Jenseitsˮ 114).
‟In Sachen der Ehre sind die Frauen grob und schwerfälligˮ (F 1883 4 [57]).
‟Arme, Dumme, Kranke, Weiber eingerechnet Huren und Gesindel, Kinder, von ihm [Jesus ] bevorzugt: unter ihnen fühlt er sich wohl […] es war der böseste aller Menschenˮ (F 1884 25 [156]).
‟sie lagen alle gleich Kindern und gläubigen alten Weibchen auf den Knien und beteten den Esel anˮ (‟Also sprach Zarathustraˮ Die Erweckung 2).
‟Die Märtyrer-Tode, anbei gesagt, sind ein großes Unglück in der Geschichte gewesen: sie verführten... Der Schluß aller Idioten, Weib und Volk eingerechnet, daß es mit einer Sache, für die jemand in Tod geht (oder die gar, wie das erste Christentum, todsüchtige Epidemien erzeugt), etwas auf sich habe, dieser Schluß ist der Prüfung, dem Geist der Prüfung und Vorsicht unsäglich zum Hemmschuh geworden. … Das Weib liegt heute noch auf den Knien vor einem Irrtum, weil man ihm gesagt hat, daß jemand dafür am Kreuze starb…ˮ (‟Antichristˮ 53).
‟Im Grunde handelte es sich wieder darum, eine bestimmte Art von Seele durchzusetzen: gleichsam ein Volks-Aufstand innerhalb eines priesterlichen Volkes, eine pietistische Bewegung von unten (Sünder, Zöllner, Weiber, Kranke). Jesus von Nazareth war das Zeichen, an dem sie sich erkanntenˮ (‟Nachlassˮ 182).
‟Allen Frauen, denen die Sitte und die Scham die Befriedigung des Geschlechtstriebes untersagt, ist die Religion, als eine geistigere Auslösung erotischer Bedürfnisse, etwas Unersetzbaresˮ (F 3 1 322).
‟Ein Gott, der mit einem sterblichen Weibe Kinder erzeugtˮ (‟Menschlichesˮ 113); cf. ‟eine Jüdin…gennant Mariaˮ (‟Genealogieˮ 1.16).
‟Die fromme Beppa. Solang noch hübsch mein Leibchen, / Lohnt sichsschon, fromm zu sein. / Man weiß, Gott liebt die Weibchen, / Die hübschen obendreinˮ (‟Fröhlicheˮ , Die fromme Beppa).
‟Das Christenthum als große Pöbel-Bewegung des römischen Reichs ist die Erhebung der Schlechten, Ungebildeten, Gedrückten, Kranken, Irrsinnigen, Armen, der Sklaven, der alten Weiber, der feigen Männer, im Ganzen aller derer, welche Grund zum Selbstmord gehabt hätten, aber den Muth dazu nicht hatten; sie suchten mit Inbrunst ein Mittel, ihr Leben auszuhalten und aushaltenswerth zu finden, fanden es, und boten der Welt ihre neue Art von Glück anˮ (F 1880 3 [20]34).
‟(Das Christentum) bevorzugt… den ʽSündernʼ, den ʽZöllnernʼ, den Prostituierten, dem dümmsten Volk , den ʽFischernʼˮ (F 1887 11 [239]; 207; F 733; Brief an Strindberg 810207, und an Burckhardt 890106).
‟die Religionen der niederen Masse, der Frauen, der Sklaven, der nicht-vornehmen Ständeˮ (‟Nachlassˮ 196).
‟Daher fromme ehebrecherische Frauen unter den Katholiken keine Seltenheit sind, welche täglich sündigen und sich täglich absolviren lassenˮ (F 1880 3 [40]82).
‟in der Sixtinischen Madonna. Hier wollte er einmal eine Vision malen; aber eine solche, wie sie edle junge Männer ohne ʽGlaubenʼ auch haben dürfen und haben werden, die Vision der zukünftigen Gattin, eines klugen, seelisch-vornehmen, schweigsamen und sehr schönen Weibes, das ihren Erstgeborenen im Arme trägtˮ (‟Menschlichesˮ 2.73).
‟Nicht europäisch und nicht vornehm. Es ist etwas Orientalisches und etwas Weibliches im Christentum: das verrät sich in dem Gedanken ʽwen Gott lieb hat, den züchtigt erʼ; denn die Frauen im Orient betrachten Züchtigungen und strenge Abschließung ihrer Person gegen die Welt als ein Zeichen der Liebe ihres Mannes und beschweren sich, wenn diese Zeichen ausbleibenˮ (‟Morgenröteˮ 75).
‟Die imitatio Christi gehört zu den Büchern, die ich nicht ohne einen physiologischen Widerstand in den Händen halte: sie haucht einen parfum des Ewig-Weiblichen aus, zu dem man bereits Franzose sein muß. […] Man sagt mir, daβ jener klügste Jesuit, A. Comte, der seine Franzosen auf dem Umweg der Wissenschaft nach Rom führen wollte, sich an diesem Buche inspiriert habe. Ich glaube es: die ʽdes Herzensʼ...ˮ (‟Götzenˮ Streifzüge. Imitatio Christi).
‟Der Mohammedanismus, als eine Religion für Männer, hat eine tiefe Verachtung für die Sentimentalität und Verlogenheit des Christentums ... einer Weibs-Religion, als welche er sie fühltˮ (‟Nachlassˮ 145b; F 1888 14 [180]).
‟Ein Don Juan wird in die Hölle geschickt: das ist sehr naiv. Hat man bemerkt, daß im Himmel alle interessanten Menschen fehlen? ... Nur ein Wink für die Weiblein, wo sie ihr Heil am besten findenˮ (‟Nachlassˮ 871 = F 1887 11 [153]).
‟Dies heimliche Gewürm, das sich in Nacht, Nebel und Zweideutigkeit an alle einzelnen heranschlich und jedem einzelnen den Ernst für wahre Dinge, den Instinkt überhaupt für Realitäten aussog, diese feige, femininische und zuckersüße Bande hat Schritt für Schritt die ʽSeelenʼ diesem ungeheuren Bau entfremdet, jene wertvollen, jene männlich- vornehmen Naturen, die in der Sache Roms ihre eigne Sache, ihren eignen Ernst, ihren eignen Stolz empfandenˮ (‟Antichristˮ 58).
‟Erwägt man, wie notwendig den allermeisten ein Regulativ ist, das sie von außen her bindet und fest macht, wie der Zwang, in einem höheren Sinn die Sklaverei, die einzige und letzte Bedingung ist, unter der der willensschwächere Mensch, zumal das Weib, gedeiht: so versteht man auch die Überzeugung, den ʽGlauben'ˮ (‟Antichristˮ 54).
‟Alle Frauen sind entweder Vögel oder Katzen oder Küheʼ, man sehe ihren Blick darauf anˮ (F 1882 3 [1] 133; ‟Zarathustra. Vom Freunde).
‟Daß die Stellung der Frau in Griechenland eine unnatürliche gewesen sei, wird schon durch die großen Männer widerlegt, die von ihnen geboren wurden. Das Weib schwer zu verderben: es bleibt sich gleich: Geringfügigkeit des Familienwesens. Der Knabe wurde im Staat erzogen. Die Erziehung der Familie ist ein Nothbehelf, wenn der Staat schlecht ist und seiner Kulturbestimmung entfremdet. Es ist das Weibische in unsrer Kultur, was die Weltanschauung verzärtelt: die griechischen Männer sind grausam wie die Natur. Die Wahnvorstellungen des Weibes sind andre als die der Männer: je nachdem die einen oder die andren in der Erziehung siegen, hat die Cultur etwas Weibisches oder Männliches. Die Bruderliebe der Antigone. Für den Staat ist das Weib die Nacht: und genauer der Schlaf: der Mann das Wachen. Es thut scheinbar nichts, es ist immer gleich, ein Rückfall zur heilenden Natur. In ihm träumt die zukünftige Generation. Warum ist die Kultur nicht weibisch geworden? Trotz der Helena, trotz Dionysus. Richtige Stellung des Weibes: Zerreißung der Familie. Ist nicht der Mann schlimmer daran mit den schrecklichen Anforderungen, die der Staat an ihn macht? Das Weib hat zu gebären und ist deshalb zum besten Berufe des Menschen da, als Pflanze zu leben. Sie arbeiten nicht, die Drohnen nach Hesiodˮ (F 1871 7 [31]).
‟Die weibliche Beurtheilung der Affekte. der einzelnen Tugenden und Laster von Mann und Weib.Weib und Arbeit Weib und Staat Weib und Ruhm. 2. Das weibliche Urtheil und der Glaube des Weibes in Betreff seines Urtheils.3. Die verhehlte Wirklichkeit und …4. Die Unwirklichkeit, welcher ein Weib sich verpflichtet fühlt, als wahr zu behaupten. 5. Die Verführung der Anderen zur guten Meinung über uns, und das Sich-Beugen vor dieser Meinung als einer Autorität. 6. Tempo der weiblichen Affekte. 7. Schwangerschaft als der Cardinalzustand, welcher allmählich das Wesen des Weibes überhaupt gestaltet hat. Relation aller weiblichen Denk- und Handlungsweisen dazu. 8. Die Pflege der Kinder theils zurückbildend, theils allzu sehr entkindlichend. Weiblicher Rationalismus. 9. Verschiedenheit der weiblichen und männlichen Herrschsucht. 10. Das weibliche Gefühl der Vollkommenheit, im Gehorchen. 11. Was als unweiblich empfunden wird. Geschichte. 12. Verneinen zerstören hassen sich rächen: warum das Weib darin barbarischer ist als der Mann.13. Sinnlichkeit von Mann und Frau verschiedenˮ(F 1882 1[50]).
‟Und weil wir wenig wissen, so gefallen uns von Herzen die geistig Armen, sonderlich wenn es junge Weibchen sindˮ (‟Also sprach Zarathustraˮ Von den Dichtern).
‟Um die Schönheit dieser Frau ganz zu sehen, muß man sie mit schwachen Augen ansehen: um aber ihren Geist ganz zu sehen, wird man das schärfste Augenglas anwenden müssen, denn sie verbirgt ihn aus Eitelkeit in ihrem Gesichte, so weit er nur zu verbergen ist: denn Geist macht Frauen altˮ (F 1881 12 [158]).
‟Wenn ein Weib gelehrte Neigungen hat, so ist gewöhnlich etwas an ihrer Geschlechtlichkeit nicht in Ordnung. Schon Unfruchtbarkeit disponiert zu einer gewissen Männlichkeit des Geschmacks; der Mann ist nämlich, mit Verlaub, ʽdas unfruchtbare Tierʼˮ (‟Jenseitsˮ 144. Cf. 145).
‟Selten denkt das Frauenzimmer, / Denkt es aber, taugt es nichts!ˮ (F 1882 19 [10]).
‟Gefahr in der Schönheit. Diese Frau ist schön und klug: ach, wie viel klüger aber würde sie geworden sein, wenn sie nicht schön wäre!ˮ (‟Morgenröteˮ 282).
‟Was ist uns jetzt die Schönheit eines Gebäudes? Dasselbe wie das schöne Gesicht einer geistlosen Frau: etwas Maskenhaftesˮ (‟Menschlichesˮ, 218).‟Unterschätzen wir auch die flacheren lustigen lachsüchtigen Weiber nicht, sie sind da zu erheitern, es ist viel zu viel Ernst in der Welt. Auch die Täuschungen auf diesem Gebiete haben ihren Honigseim Wenn die Frauen tüchtiger inhaltsreicher werden, so giebt es gar keine sichere Stätte für harmlose Thorheit auf der Welt mehrˮ (F 1876 23 [120]).
‟die Frauen sehen in der Wissenschaft einen Vampyr bei einem Manneˮ (F 1880 6 [313]).
‟Zur Mischung der Gefühle. Gegen die Wissenschaft empfinden Frauen und selbstsüchtige Künstler etwas, das aus Neid und Sentimentalität zusammengesetzt istˮ (‟Menschlichesˮ 265).
‟Mädchen als Gymnasiasten. Um alles in der Welt nicht noch unsere Gymnasialbildung auf die Mädchen übertragen! Sie, die häufig aus geistreichen, wißbegierigen, feurigen Jungen, Abbilder ihrer Lehrer macht!ˮ (‟Menschlichesˮ 409).
‟Die Wissenschaften werden vielleicht einmal von den Frauen betrieben: die Männer sollen geistig schaffen, Staaten Gesetze Kunstwerke usw.ˮ (F 1875 5 [170]).
‟Wissenschaft ist eine gefährliche Sache: und bevor wir nicht ihrethalben verfolgt werden, ist es Nichts mit ihrer‚ Würde'ʼOder gar wenn man in die Volksschule Wissenschaft trägt: und jetzt gar die Mädchen und die Gänse anfangen, wissenschaftlich zu schnattern; das liegt daran, daß sie immer mit moralischer Tartüfferie betrieben wurdeˮ (F1884 25 [309]).
‟Allen rechten Frauen geht Wissenschaft wider die Scham. Es ist ihnen dabei zumute, als ob man damit ihnen unter die Haut schlimmer noch! unter Kleid und Putz gucken wolleˮ (‟Jenseitsˮ 4.127; F 1882 5 [1]43).‟Namentlich ist den Frauen dieser Rat zu geben: als welche jetzt rettungslos die Opfer aller Hypothesen sind, zumal wenn diese den Eindruck des Geistreichen, Hinreißenden, Belebenden, Kräftigenden machenˮ (‟Menschlichesˮ 635).
‟das allgemein beliebte ʽPopularisierenʼ (nebst ʽFeminisierenʼ und ʽInfantisierenʼ) der Wissenschaftˮ (‟Unzeitgemässeˮ 2. Vom Nutzen 7).
‟Wie die Natur die Zeugung an die Duplizität der Geschlechter gebunden hat, so hat sie die höchste Zeugung, des Kunstwerks, an die Individuation überhaupt gebundenˮ (F 1871 7 [52]).
‟Ekel an der Wahrheit. Die Frauen sind so geartet, daß alle Wahrheit, in bezug auf Mann, Liebe, Kind, Gesellschaft, Lebensziel, ihnen Ekel macht, und daß sie sich an jedem zu rächen suchen, welcher ihnen das Auge öffnetˮ (‟Menschlichesˮ 286).
‟Was wissen unvermählte Frauen von dem abartenden Geschlechtstrieb, in ihrer Leidenschaft für die Kunst und gewisse Richtungen derselben, oder im Mitleid oder in der Art von blinder Hingebung an einen Gedanken!ˮ (F 1880 6 [393]).
‟Man täuscht sich mitunter darüber, weil vielfach die Bildung des Musikers zu gering ist und er nicht genug Stoff hat, an dem er Geist zeigen könnte. Eben so steht es mit [dem] denkenden Geist der Frauenˮ (F 1876 23 [131]).
‟denn wir sind Artisten; feind, kurzum, dem ganzen europäischen Feminismus (oder Idealismus, wenn man's lieber hört), der ewig ʽhinan ziehtʼ und ewig gerade damit 'herunter bringt'ˮ (‟Morgenröteˮ Vorrede 4).
‟Bei vielen Frauen ist wie bei Hypnotischen der Intellekt nur plötzlich und stoßweise da und in unerwarteter Kraft: der Geist kommt dann ʽüber sieʼ und scheinbar nicht aus ihnen. Daher ihre dreiäugige Klugheit in verflochtenen Dingen, daher auch ihr Glaube an Inspirationˮ (F 1882 3 [1]181).
‟Die Stellung des Weibes bei den Hellenen war die richtige: aus ihr erzeugte sich die Ehrfurcht vor der Weisheit des Weibes: Diotima, Pythia, Sibylla, auch Antigoneˮ (F 1870 7 [4]).
‟Damit das Weib den Staat ergänzt, muß sie das Ahnungsvermögen haben. Im höchsten Sinn Pythia; wo sonst bei Männern dies Vermögen auftritt, da ist es ein Zeichen des ʽEinzelnenʼˮ (F 1871 7 [38]).
‟Nausikaa-Lieder […] Selten, daß ein Weib zu denken / Wagt, denn alte Weisheit spricht: / Folgen soll das Weib, nicht lenken; / Denkt sie, nun, dann folgt sie nicht. / Was sie noch sagt, glaubt' ich nimmer; / Wie ein Floh, so springt's, so sticht's! / Selten denkt das Frauenzimmer, / Denkt es aber, taugt es nichts!ˮ (F 1882 19 [10]).
‟Widersprüche in weiblichen Köpfen. Weil die Weiber so viel mehr persönlich als sachlich sind, vertragen sich in ihrem Gedankenkreise Richtungen, die logisch mit sich im Widerspruche sind: sie pflegen sich eben für die Vertreter dieser Richtungen der Reihe nach zu begeistern und nehmen deren Systeme in Bausch und Bogen an; doch so, daß überall dort eine tote Stelle entsteht wo eine neue Persönlichkeit später das Übergewicht bekommt. Es kommt vielleicht vor, daß die ganze Philosophie im Kopf einer alten Frau aus lauter solchen toten Stellen bestehtˮ (‟Menschlichesˮ 419).
‟Aus derartigen ʽKritikernʼ bestand aber bis her das Publikum; der Student, der Schulknabe, ja selbst das harmloseste weibliche Geschöpf war wider sein Wissen bereits durch Erziehung und Journale zu einer gleichen Perzeption eines Kunstwerks vorbereitetˮ (‟Die Geburtˮ 22).
‟Das vollkommene Weib jeder Zeit ist der Müßiggang des Schöpfers an jedem siebenten Tage der Kultur, das Ausruhen des Künstlers in seinem Werkeˮ (‟Menschlichesˮ 2.1.274).
‟Wagner kann malen, er benutzt die Musik nicht zur Musik, er verstärkt Attitüden, er ist Poet; endlich, er hat an die ʽschönen Gefühleʼ und ʽgehobenen Busenʼ appelliert gleich allen Theaterkünstlern, mit dem allen hat er die Frauen und selbst die Bildungs-Bedürftigen zu sich überredet: aber was geht Frauen und Bildungs- Bedürftige die Musik an! (‟Nachlassˮ 838; F 1887 11 [323]). ‟In Deutschland hat man fast das Bedürfniß und daher auch den Sinn der unschuldigen Musik verloren man denkt der Zeiten, wo auch die guten Frauen sich nicht genügend für die Nacht vorbereitet zu haben glaubten, wenn nicht der Schlaftrunk, ein schwerer heißer überwürzter Wein vor ihnen standˮ (F 1880 8 [80]).
‟Man hat zu allen Zeiten die ʽschönen Gefühleʼ für Argumente genommen, den ʽgehobenen Busenʼ für den Blasebalg der Gottheit, die Überzeugung als ʽKriterium der Wahrheitʼ, das Bedürfniß des Gegners als Fragezeichen zur Weisheit: diese Falschheit, Falschmünzerei geht durch die ganze Geschichte der Philosophieˮ (F 1888 15 [28]; 1888 16 [29]).
‟Sie [die nicht Skeptiker] machen es allesamt wie die Weiblein, alle diese großen Schwärmer und Wundertiere, sie halten die ʽschönen Gefühleʼ bereits für Argumente, den ʽgehobenen Busenʼ für einen Blasebalg der Gottheit, die Überzeugung für ein Kriterium der Wahrheitˮ (‟Antichristˮ Vorwort 12).
‟Die Inspiration im Urteile der Frauen […] die Natur der Dinge ist so eingerichtet, daß die Frauen immer rechtbehaltenˮ (‟Menschlichesˮ 417).
‟Im Orient und im Athen der besten Jahrhunderte schloß man die Frauen ab, man wollte die Phantasie-Verderbniß des Weibes nicht: das verdirbt die Rasse, mehr als der leibliche Verkehr mit einem Manneˮ (F 1884 (26 [362]).
‟Napoleon war überzeugt, daß die Frauen in Frankreich mehr Geist hätten als die Männer, er sagte es oft. Die Erziehung, die man ihnen gebe, disponire sie zu einer gewissen Geschicklichkeit, gegen die man sich vertheidigen müsseˮ (F 1880 8 [114]).
‟Und als mich einmal das Leben fragte: Wer ist denn das, die Weisheit? da sagte ich eifrig: ʽAch ja! die Weisheit!ʼ […] Vielleicht ist sie böse und falsch, und in allem ein Frauenzimmer; aber wenn sie von sich selber schlecht spricht, da gerade verführt sie am meisten.ˮ (‟Alsoˮ Das Tanzlied).
‟Der weibliche Intellekt. Der Intellekt der Weiber zeigt sich als vollkommene Beherrschung, Gegenwärtigkeit des Geistes, Benutzung aller Vorteile. Sie vererben ihn als ihre Grundeigenschaft auf ihre Kinder, und der Vater gibt den dunkleren Hintergrund des Willens dazu […] der Mann nach dem idealisierten Manne, das Weib nach dem idealisierten Weibe sucht, also nicht nach Ergänzung, sondern nach Vollendung der eigenen Vorzügeˮ (‟Menschlichesˮ 411).
‟Das vollkommene Weib ist ein höherer Typus des Menschen als der vollkommene Mann: auch etwas viel Selteneres. Die Naturwissenschaft der Tiere bietet ein Mittel, diesen Satz wahrscheinlich zu machenˮ (‟Menschlichesˮ 377).
‟So entsteht eine nicht geringe Gefahr, wenn ihnen die Politik und einzelne Teile der Wissenschaft, anvertraut werdenˮ (zum Beispiel Geschichte). Denn was wäre seltener als eine Frau, welche wirklich wüßte, was Wissenschaft ist? Die besten nähren sogar im Busen gegen sie eine heimliche Geringschätzung, als ob sie irgendwodurch ihr überlegen wären. Vielleicht kann dies alles anders werden, einstweilen ist es soˮ (‟Menschlichesˮ 416).
‟Gefahr in der Schönheit. Diese Frau ist schön und klug: ach, wie viel klüger aber würde sie geworden sein, wenn sie nicht schön wäre! (‟Morgenröteˮ 282).
‟Ehrbarkeit und Ehrlichkeit. Jene Mädchen, welche allein ihrem Jugendreize die Versorgung fürs ganze Leben verdanken wollen und deren Schlauheit die gewitzigten Mütter noch soufflieren, wollen ganz dasselbe wie die Hetären, nur daß sie klüger und unehrlicher als diese sindˮ (‟Menschlichesˮ 403).
‟Was ist das Schöne? eine Lustempfindung, die uns die eigentlichen Absichten, die der Wille in einer Erscheinung hat, verbirgt. Wodurch wird nun die Lustempfindung erregt? Objektiv: das Schöne ist ein Lächeln der Natur, ein Überschuß von Kraft und Lustgefühl des Daseins: man denke an die Pflanze. Es ist der Jungfrauenleib der Sphinx. Der Zweck des Schönen ist das zum Dasein Verführen. Was ist nun eigentlich jenes Lächeln, jenes Verführerische? Negativ: das Verbergen der Noth, das Wegstreichen aller Falten und der heitre Seelenblick des Dinges. ʽSieht Helena in jedem Weibeʼ die Gier zum Dasein verbirgt das Unschöneˮ (F 1870 7 [27]; cf. "Die Sphinx" in: Goethe, "Faust" Klassische Walpurgisnacht).
‟hier aber das Entsetzliche und Raubthierartige der Sphinx Natur liegt, die in der gewollten Verherrlichung des künstlerisch freien Kulturlebens so schön den JungFrauenleib vorstrecktˮ (F 1871 9 [4]).
‟Was ist vornehm? Vorrede zu ‟Vermischte Meinungen und Sprücheˮ […] das Wohlgefallen an den Frauen, als an einer vielleicht kleineren aber feineren und leichteren Art von Wesen. Welches Glück, Wesen zu begegnen, die immer Tanz und Thorheit und Putz im Kopfe haben! Sie sind das Entzücken aller sehr gespannten und tiefen Mannsseelen gewesen, deren Leben mit großer Verantwortlichkeit beschwert istˮ (F 1885 35 [76] 49; F 1885 34 [65](49); ‟Nachlassˮ 943).
‟Benutzung des Neuen. Männer benutzen Neu-Erlerntes oder -Erlebtes fürderhin als Pflugschar, vielleicht auch als Waffe; aber Weiber machen sofort daraus einen Putz für sich zurechtˮ (‟Menschlichesˮ 290).
‟Die schüchternsten Mädchen präsentiren sich halb nackt, wenn es die Mode gebietet, und selbst verwelkte alte Weiber wagen einem solchen Gebote nicht zu widerstehen, so geistreich und gut sie sonst auch sein mögenˮ (F 1880 3 [35]77). ‟Zufriedenheit schützt selbst vor Erkältung. Hat je sich ein Weib, das sich gut bekleidet wußte, erkältet? Ich setze den Fall, daß es kaum bekleidet warˮ (Götzen. Sprüche unf Pfeile 25).
‟Der alte Pavian ist darum häßlicher als der junge, und der weibliche junge Pavian ist dem Menschen am ähnlichsten: also am schönsten. Hiernach mache man einen Schluß auf den Ursprung der Schönheit der Weiber! (‟Morgenröteˮ 1.25).
‟Die Juden, die älteste und reinste Rasse. Schönheit der Frauenˮ (F 1885 36 [45]). ‟die Juden das schlechteste Volkˮ (F 1876 5[166]).
‟Ein schönes Weib in der Ehe muß sehr viele gute Eigenschaften haben, um darüber hinwegzuhelfen, daß sie schön istˮ (F 1876 19 [90]).
‟Liebe. Seht hinein: diese Liebe, dieses Mitleid der Weiber, gibt es etwas Egoistischeres?... Und wenn sie sich opfern, ihre Ehre, ihren Ruf, wem opfern sie sich? Dem Manne? Oder nicht vielmehr einem zügellosen Bedürfnisse? Das sind genau so selbstsüchtige Begierden: ob sie nun anderen wohltun und Dankbarkeit einpfanzen... Inwiefern eine derartige Hyperfötation einer Wertung alles übrige heiligen kann!!ˮ (‟Nachlassˮ 77; F 1887 11 [303])
‟In wiefern das Weib die Anderen zur guten Meinung über sich verführt und trotzdem sich dann vor dieser Meinung beugtˮ (als vor einer Autorität)ʼ. ‟Es ist Weiber-Art, seine Nächsten zu einer guten Meinung über sich zu verführen und dann an diese Meinung wie an eine Autorität zu glaubenˮ (F 1882 3 [1] 8, 16).
‟Die Frauen gehen mit ihrer Liebe auf den los, der ihnen Furcht einflößt: das ist ihre Art von Tapferkeit‟(F 1882 3 [1]107).
‟Die Weiber unter Vormundschaft. Eigenthum. Vorzug der Weiblichen Erziehung des vorigen Jahrhunderts bei den Franzosen. Madame Roland als die alberne ‟Bürgerin,ˮ bei der die Eitelkeit auf Weibl- pöbelhafte Art eklatirt. (F 1884 25 [422]).
‟Ich finde den Mangel an Gerechtigkeitssinn bei Frauen empörend. Wie sie mit ihrem dolchspitzen Verstand verdächtigen usw.ˮ (F 1877 22 [63]).
‟Was das Weib betrifft, so neige ich zur orientalischen Behandlung: die ausnahmsweisen Weiber selber beweisen immer nur das Gleiche, Unfähigkeit zur Gerechtigkeit und unglaublich reizbare Eitelkeit. Man soll nichts an ihnen zu ernst nehmen, ihre Liebe am wenigsten: zum mindesten soll man wissen, daß die treuest und leidenschaftlichst Liebenden gerade eine kleine Untreue zur Erholung nöthig haben, ja zur Ermöglichung der Dauer der Liebeˮ (F 1883 26 [214]).
‟Allzulange war im Weibe ein Sklave und ein Tyrann versteckt. Deshalb ist das Weib noch nicht der Freundschaft fähig: es kennt nur die Liebe. In der Liebe des Weibes ist Ungerechtigkeit und Blindheit gegen alles, was es nicht liebt. Und auch in der wissenden Liebe des Weibes ist immer noch Überfall und Blitz und Nacht neben dem Lichte. Noch ist das Weib nicht der Freundschaft fähig: Katzen sind immer noch die Weiber, und Vögel. Oder, besten Falles, Küheʼ Noch ist das Weib nicht der Freundschaft fähig (‟Alsoˮ Vom Freunde).
‟(Mädchen-Affe)ˮ (F1877 21 [79]). (Cf. ‟Menschen-Affeˮ).
‟Weib. Und wo einmal ein Weib zum Bewußtsein über irgend eine Begabung kommt: wie viel lächerliche Selbstbewunderung, wie viel ‟Gansˮ ist jedes Mal zugleich damit entfesselt!ˮ (F 1885 39 [19]).
‟Frauen, welche ihre Söhne besonders lieben, sind meistens eitel und eingebildet. Frauen, welche sich nicht viel aus ihren Söhnen machen, haben meistens Recht damit, geben aber zu verstehen, dass von einem solchen Vater kein besseres Kind zu erwarten gewesen sei: so zeigt sich ihre Eitelkeitˮ (F 1876 18 [45] 140).
‟Die Eitelkeit der Frauen verlangt, daß ein Mann mehr sei als ein glücklicher Gatteˮ (‟Menschlichesˮ 407).
‟Die Frauen gehen mit ihrer Liebe auf den los, der ihnen Furcht einflößt: das ist ihre Art von Tapferkeit. (F 1882 3 [1]107; F 1876 19 [45]73).
‟Lieben und besitzen. Frauen lieben meistens einen bedeutenden Mann so, daß sie ihn allein haben wollen. Sie würden ihn gern in Verschluß legen, wenn nicht ihre Eitelkeit widerriete: diese will, daß er auch vor anderen bedeutend erscheineˮ (‟Menschlichesˮ 401).
‟Die Aneignungslust des Ichgefühls hat keine Grenzen: die großen Männer reden so, als ob die ganze Zeit hinter ihnen stünde und sie der Kopf dieses langen Leibes seien, und die guten Frauen rechnen sich die Schönheit ihrer Kinder, ihrer Kleider, ihres Hundes, ihres Arztes, ihrer Stadt zum Verdienste und wagen es nur nicht, zu sagen ‟das alles bin ichʼ. Chi non ha, non é, sagt man in Italienˮ (‟Morgenröteˮ 285).
‟Verschiedener Stolz. Die Frauen sind es, welche bei der Vorstellung erbleichen, ihr Geliebter möchte ihrer nicht wert sein; die Männer sind es, welche bei der Vorstellung erbleichen, sie möchten ihrer Geliebten nicht wert sein. Es ist hier von ganzen Frauen, ganzen Männern die Rede. Solche Männer, als die Menschen der Zuversichtlichkeit und des Machtgefühls für gewöhnlich, haben im Zustande der Passion ihre Verschämtheit, ihren Zweifel an sich; solche Frauen aber fühlen sich sonst immer als die Schwachen, zur Hingebung Bereiten, aber in der hohen Ausnahme der Passion haben sie ihren Stolz und ihr Machtgefühl, als welches frägt: wer ist meiner würdig? (‟Morgenröteˮ 403).
‟Der große Pöbel- und Sklavenaufstand […] die Weiber, welche nicht mehr an die höhere Art des Mannes glaubenˮ (F 1884 26 [324]).
‟Das Weib versucht zu lieben, wo es fühlt, gehorchen und dienen zu müssen: es ist sein Kunststück, um das Joch leichter zu tragenˮ (F 1882 3 [1]316).
‟Dieser Instinkt zum Glauben ist auch der eigentlich Weibliche Instinkt; und wenn die Weiber Einen unerbittlichen Lehrer finden, der von ihnen Gehorsam und Niederwerfung will, oder auch nur einen Künstler, der das Weib in der Attitüde seiner ʽVollkommenheitʼ als anbetendes hingebendes hingegebenes Geschöpf, als Opfer zeigt, wie z. B., R. W., da sind sie vor Glück ʽaußer sichʼ: nämlich in ihren letzten Instinkten vor sich selber bestätigt und befriedigtˮ (F 1885 34 [85]).
‟Endlich: das Weib! Die eine Hälfte der Menschheit ist schwach, typisch-krank, wechselnd, unbeständig, das Weib braucht die Stärke, um sich an sie zu klammern, und eine Religion der Schwäche, welche es als göttlich verherrlicht, schwach zu sein, zu lieben, demütig zu sein: oder besser, es macht die Starken schwach, es herrscht, wenn es gelingt, die Starken zu überwältigen. Das Weib hat immer mit den Typen der décadence, den Priestern, zusammen konspiriert gegen die ‟Mächtigenʼ, die ‟Starkenʼ, die Männer. Das Weib bringt die Kinder beiseite für den Kultus der Pietät, des Mitleids, der Liebe, die Mutter repräsentiert den Altruismus überzeugendˮ (‟Nachlassˮ 864; F 1888 14 [182]).
‟Hingebung. Es gibt edle Frauen mit einer gewissen Armut des Geistes, welche, um ihre tiefste Hingebung auszudrücken, sich nicht anders zu helfen wissen als so, daß sie ihre Tugend und Scham anbieten: es ist ihnen ihr Höchstes. Und oft wird dies Geschenk angenommen, ohne so tief zu verpflichten, als die Geberinnen voraussetzen, eine sehr schwermütige Geschichte! Die Stärke der Schwachen. Alle Frauen sind fein darin, ihre Schwäche zu übertreiben, ja sie sind erfinderisch in Schwächen, um ganz und gar als zerbrechliche Zieraten zu erscheinen, denen selbst ein Stäubchen wehtut: ihr Dasein soll dem Manne seine Plumpheit zu Gemüte führen und ins Gewissen schieben. So wehren sie sich gegen die Starken und alles ʽFaustrechtʼ (‟Fröhlicheˮ 65; 66).
ˮdas gilt allen feineren Gewissen als unanständig, unehrlich, als Lügnerei, Feminismus, Schwachheit, Feigheitˮ (‟Genealogieˮ 3.27; ‟Fröhlicheˮ 357).
‟Du nährtest uns mit starker Manns-Kost und kräftigen Sprüchen: laß es nicht zu, daß uns zum Nachtisch die weichlichen weiblichen Geister wieder anfallen!ˮ (‟Also sprach Zarathustra 4ˮ Unter Töchtern).
‟ob man einer ‟Pflichtʼ noch fähig ist? (es gibt solche, die sich den Rest ihrer Lebenslust rauben würden, wenn sie sich die Pflicht rauben ließen, sonderlich die Weiblichen, die Untertänig-Geborenen)ˮ (‟Nachlassˮ 1009).
‟Vermöge der Liebe sucht der Mann die unbedingte Sklavin, das Weib die unbedingte Sklaverei, Liebe ist das Verlangen nach einer vergangenen Cultur und Gesellschaftˮ (F 1882 2 [14]).
‟eine Zucht zur ‟Unpersönlichkeitʼ, zum Sich-selbst-Vergessen, zur 'incuria sui': wie gründlich, wie fein hat der asketische Priester sie im Kampf mit dem Schmerz zu benutzen gewußt! Gerade wenn er mit Leidenden der niederen Stände, mit Arbeitssklaven oder Gefangenen zu tun hatte (oder mit Frauen: die ja meistens beides zugleich sind, Arbeits¬sklaven und Gefangene), so bedurfte es wenig mehr als einer kleinen Kunst des Namenwechselns und der Umtau¬fung, um sie in verhaßten Dingen fürderhin eine Wohltat, ein relatives Glück sehn zu machen, die Unzufriedenheit des Sklaven mit seinem Los ist jedenfalls nicht von den Priestern erfunden wordenˮ (‟Zur Genealogieˮ 3.18; Cf. ʽdespectio suiʼ, Geulincx; cf. Genealogie 3.18).
‟Der Wagnerianer pur sang ist unmusikalisch; er unterliegt den Elementarkräften der Musik ungefähr, wie das Weib dem Willen seines Hypnotiseurs unterliegtˮ (‟Nachlassˮ 839).
‟Wenn ein griechischer K. sich seine Zuhörer oder Zuschauer vor die Seele stellte, so dachte er nicht an die Frauen (weder an die Mädchen, wie deutsche Romanschriftsteller, noch an die jungen Frauen, wie alle französischen Romanschriftsteller, noch an die alten, wie die englischen Romanschriftsteller), auch dachte er nicht an das ‟Volk,ˮ an die große Masse, welche arbeitend und schwitzend die Straßen und Werkstätten seiner Vaterstadt füllte: ich meine die Sklavenˮ (F 1879 47 [4]).
‟Das Glück des Mannes heißt: ich will. Das Glück des Weibes heißt: er will. ʽSiehe, jetzt eben ward die Welt vollkommen!ʼ also denkt ein jedes Weib, wenn es aus ganzer Liebe gehorcht. Und gehorchen muß das Weib und eine Tiefe finden zu seiner Oberfläche. Oberfläche ist des Weibes Gemüt, eine bewegliche stürmische Haut auf einem seichten Gewässer. Des Mannes Gemüt aber ist tief, sein Strom rauscht in unterirdischen Höhlen: das Weib ahnt seine Kraft, aber begreift sie nichtˮ (‟Also sprach Zarathustraˮ Von alten und jungen Weibleinˮ (‟Fröhlicheˮ Fähigkeit zur Rache 2.69 ).
‟Wo für das Volk geschwärmt wird, da horchen immer gleich die Frauen hin, sie fühlen, das ist ihre Sacheˮ (F1884 26 [322]).
‟Man hält das Weib für tief, warum? weil man nie bei ihm auf den Grund kommt. Das Weib ist noch nicht einmal flach. 28. Wenn das Weib männliche Tugenden hat, so ist es zum Davonlaufen; und wenn es keine männlichen Tugenden hat, so läuft es selbst davon.ˮ (‟Götzenˮ Sprüche und Pfeile 27, 28).
‟Meine Manns-Kost wirkt, mein Saft- und Kraft-Spruch: und wahrlich, ich nährte sie nicht mit Bläh-Gemüsen! Sondern mit Krieger-Kost, mit Eroberer- Kost: neue Begierden weckte ich. Neue Hoffnungen sind in ihren Armen und Beinen, ihr Herz streckt sich aus. Sie finden neue Worte, bald wird ihr Geist Mutwillen atmen. Solche Kost mag freilich nicht für Kinder sein, noch auch für sehnsüchtige alte und junge Weibchen. Denen überredet man anders die Eingeweide; deren Arzt und Lehrer bin Ich nicht. (‟Alsoˮ Die Erweckung 1 [Zarathustra spricht über die höheren Menschen]).
‟Alles, was verweichlicht, sanft macht, das ʽVolkʼ zur Geltung bringt oder dasʽWeiblicheʼ, wirkt zugunsten des suffrage universel, d. h. der Herrschaft der niederen Menschenˮ (‟Nachlassˮ 801 = F 1884 25 [174]).
‟Die Männer gelten als grausam, aber die Weiber sind es. Die Weiber gelten als gemüthvoll, aber die Männer sind esˮ (F 1882 1 [94]).
‟Auch die Wahrheit verlangt, gleich allen Weibern, daß ihr Liebhaber um ihretwillen zum Lügner werde, aber nicht ihre Eitelkeit verlangt dies, sondern ihre Grausamkeitˮ (F 1882 3 [1]239).
‟Verneinen zerstören hassen sich rächen: warum das Weib darin barbarischer ist als der Mannˮ (F 1882 1 [50]12; F 1882 1 [111]13]).
‟Wer leidet mehr? Nach einem persönlichen Zwiespalt und Zanke zwischen einer Frau und einem Manne leidet der eine Teil am meisten bei der Vorstellung, dem anderen wehgetan zu haben; während jener am meisten bei der Vorstellung leidet, dem anderen nicht genug wehgetan zu haben, weshalb er sich bemüht, durch Tränen, Schluchzen und verstörte Mienen ihm noch hinterdrein das Herz schwer zu machenˮ (‟Menschlichesˮ 420).
‟Das Weib zum Beispiel ist rachsüchtig: das ist in seiner Schwäche bestimmt, so gut wie seine Reizbarkeit für fremde Notˮ (‟Ecceˮ Warum ich so weise 7).
‟Ekel an der Wahrheit. Die Frauen sind so geartet, daß alle Wahrheit, in bezug auf Mann, Liebe, Kind, Gesellschaft, Lebensziel, ihnen Ekel macht, und daß sie sich an jedem zu rächen suchen, welcher ihnen das Auge öffnetˮ (‟Menschlichesˮ 286).
‟Sainte-Beuve. Nichts von Mann; voll eines kleinen Ingrimms gegen alle Mannsgeister. Schweift umher, fein, neugierig, gelangweilt, aushorcherisch, eine Weibsperson im Grunde, mit einer Weibs-Rachsucht und Weibs-Sinnlichkeitˮ (‟Götzenˮ Streifzüge 3).
‟ein Weib, das an dem, was es liebt, leiden willˮ (F 1884 31 [50]).
‟Die Lust ist ein Weib: sie läuft dem nach, der sie verschmähtˮ (F 1883 17 [76]).
‟Für das Weib giebt es einen einzigen Ehrenpunkt; daß es glauben muß mehr zu lieben als es geliebt wird. Jenseits dieses Punktes beginnt sofort die Prostitution. Die Grausamkeit gegen den, welchen sie nicht liebtˮ (F 1882 4 [58]).
‟Kettenträger. Vorsicht vor allen Geistern, die an Ketten liegen! Zum Beispiel vor den klugen Frauen, welche ihr Schicksal in eine kleine, dumpfe Umgebung gebannt hat, und die darin alt werden. Zwar liegen sie scheinbar träge und halb blind in der Sonne da: aber bei jedem fremden Tritt, bei allem Unvermuteten fahren sie auf, um zu beißen, sie nehmen an allem Rache, was ihrer Hundehütte entkommen istˮ (‟Morgenröteˮ 227).
‟Das kranke Weib insonderheit: niemand übertrifft es in Raffinements, zu herrschen, zu drücken, zu tyrannisieren. Das kranke Weib schont dazu nichts Lebendiges, nichts Totes, es gräbt die begrabensten Dinge wieder auf (die Bogos sagen: ‟das Weib ist eine Hyäneʼ)ˮ (‟Genealogieˮ 3.14; {Das sagen… die Bogos!}).).
‟Endlich die Frauen: man denke über die ganze Geschichte der Frauen nach, müssen sie nicht zu allererst und, oberst Schauspielerinnen sein? Man höre die Ärzte, welche Frauenzimmer hypnotisiert haben; zuletzt, man liebe sie, man lasse sich von ihnen ‟hypnotisierenʼ! Was kommt immer dabei heraus? Daß sie ‟sich gebenʼ, selbst noch, wenn sie sich geben... Das Weib ist so artistisch...ˮ (‟Fröhlicheˮ 2.361).
‟Die Unwirklichkeit, welcher ein Weib sich verpflichtet fühlt, als wahr zu behauptenˮ (F 1882 1 [50]).
‟dann mag ich hysterische Frauenzimmer nichtˮ (An Seydlitz 780104). ‟man hat die hysterischen Frauenzimmer, andrerseits rachitisch angelegte Kinder darauf hin zu beobachten, wie regelmäßig Falschheit aus Instinkt, Lust zu lügen, um zu lügen…ˮ (‟Antichristˮ 52).
‟Von der unbefleckten Erkenntnis. Als gestern der Mond aufging, wähnte ich, daß er eine Sonne gebären wolle: so breit und trächtig lag er am Horizonte. Aber ein Lügner war er mir mit seiner Schwangerschaft; und eher noch will ich an den Mann im Monde glauben als an das Weibˮ (‟Also sprach Zarathustraˮ Von der unbefleckten Erkenntnis).
‟Zeugnis unsre hysterischen Weiblein und […] unsre Artisten sind in der Tat den hysterischen Weiblein nur zu verwandt!!!ˮ (‟Nachlassˮ 812).
‟ich für meine Person zweifle nicht, daß, gegen eine schmerzhafte Nacht eines einzigen hysterischen Bildungs-Weibchens gehalten, die Leiden aller Tiere insgesamt, welche bis jetzt zum Zweck wissenschaftlicher Antworten mit dem Messer befragt worden sind, einfach nicht in Betracht kommen.)ˮ (‟Genealogieˮ 2.7).
‟Deshalb sind Priester die geschicktesten bewußten Heuchler; sodann Fürsten, denen ihr Rang und ihre Abkunft eine Art von Schauspielerei großzüchtet. Drittens Gesellschafts-Menschen, Diplomaten. Viertens Frauenˮ (‟Nachlassˮ 377a).
‟Der Geist der Frauen in der jetzigen Gesellschaft. […] Ihre Überzeugung, daß der Geist bei Weibern die Männer erschrecke, geht so weit, daß sie [die Frauen] selbst die Schärfe des geistigsten Sinnes gern verleugnen und den Ruf der Kurzsichtigkeit absichtlich auf sich laden; dadurch glauben sie wohl die Männer zutraulicher zu machen: es ist, als ob sich eine einladende sanfte Dämmerung um sie verbreiteˮ (‟Menschlichesˮ 270).
‟Ein Urteil Hesiods bekräftigt. Ein Zeichen für die Klugheit der Weiber ist es, daß sie es fast überall verstanden haben, sich ernähren zu lassen, wie Drohnen im Bienenkorbe. Man erwäge doch aber, was das ursprünglich bedeuten will und warum die Männer sich nicht von den Frauen ernähren lassen. Gewiß weil die männliche Eitelkeit und Ehrfurcht größer als die weibliche Klugheit ist; denn die Frauen haben es verstanden, sich durch Unterordnung doch den überwiegenden Vorteil, ja die Herrschaft zu sichern. Selbst das Pflegen der Kinder könnte ursprünglich von der Klugheit der Weiber als Vorwand benutzt sein, um sich der Arbeit möglichst zu entziehen. Auch jetzt noch verstehen sie, wenn sie wirklich tätig sind, zum Beispiel als Haushälterinnen davon ein sinneverwirrendes Aufheben zu machen, so daß von den Männern das Verdienst ihrer Tätigkeit zehnfach überschätzt zu werden pflegtˮ (‟Menschlichesˮ 412).
‟Mitleidige Frauen. Das Mitleiden der Frauen, welches geschwätzig ist, trägt das Bett des Kranken auf offenen Marktˮ (‟Menschlichesˮ 282).
‟Liebe. Die Abgötterei, welche die Frauen mit der Liebe treiben, ist im Grund und ursprünglich eine Erfindung der Klugheit […] Enttäuschung, welche fast notwendig im Leben jeder Frau eintreten wird, sofern sie überhaupt Phantasie und Verstand genug hat, um getäuscht und enttäuscht werden zu könnenˮ (‟Menschlichesˮ 415).
lujur ‟Die orgiastische Seele. Ich habe ihn gesehn: seine Augen wenigstens, es sind bald tiefe stille, bald grüne und schlüpfrige Honig-Augen sein halkyonisches Lächeln, der Himmel sah blutig und grausam zu die orgiastische Seele des Weibes. Ich habe ihn gesehn: sein halkyonisches Lächeln, seine Honig-Augen, bald tief und verhüllt, bald grün und schlüpfrig, eine zitternde Oberfläche, schlüpfrig, schläfrig, zitternd, zaudernd, quillt die See in seinen Augen (F 1885 1 [162]).
‟Die Verbrecher im Gefängniß schlafen gut; keine Gewissensbisse. Verlogenheit. Bei Frauen nervöse Anfälle to ʽbreak outˮ (schreien schimpfen fluchen, Alles zerbrechen)ˮ (F 1884 25 [18]).
‟Den deutschen Bildungs-Zuständen habe ich in jüngeren Jahren den Krieg erklärt und brav dabei meinen Degen geführt: anders geht es nicht. Die Weiber fort, auch die männlichen Weiber und Zärtlinge! das versteht nichts vom Kriege und jammert sich halbtodt über einen vergossenen Blutstropfen. Man rückt mir vor, ich hätte früher den alten David Strauß ‟umgebracht‟? Ich werde wohl noch andere Menschenleben auf dein Gewissen haben, aber so bringt es Krieg und Sieg mit sich. Ein Ding, das zum Sterben reif ist: wozu dergleichen noch künstlich pflegen, schonen und einwickeln? An den deutschen Bildungs-Zuständen aber will nichts geschont sein: das ist ʽreifʼ (F 1885 41 [8]).
‟So bedürfen Frauen, denen eine gute, die Seele füllende Arbeit fehlt, jener Kunst der entzückenden Unordnung. Um so heftiger noch entflammt sich ihre Sehnsucht nach einem Genügen ohne Wechsel, einem Glück ohne Betäubung und Rauschˮ (‟Menschlichesˮ 173).
‟So will der Mann das Weib friedlich, aber gerade das Weib ist wesentlich unfriedlich, gleich der Katze, so gut es sich auch auf den Anschein des Friedens eingeübt hatˮ (‟Jenseitsˮ 131).
‟Daß ʽein thörichtes Weib mit Güte des Herzens hoch über dem Genie stehtʼ, das klingt sehr artig, im Munde des Genie's. Es ist seine Höflichkeit, es ist auch seine Klugheitˮ (F 1882 3 [1]103).
‟Neulich vormittags um elf Uhr fiel unmittelbar und senkrecht vor mir ein Mann plötzlich zusammen, wie vom Blitz getroffen, alle Weiber der Umgebung schrieen laut auf; ich selber stellte ihn auf seine Füße und wartete ihn ab, bis die Sprache sich wieder einstellte […] ich tat das Nächste und Vernünftigste und ging kalt fortˮ (‟Morgenröteˮ 119).
‟Jenseits der Zeit. Diese Zeit: ist sie nicht wie ein krankes Weib, das rasen schreien schimpfen und Tisch und Teller zerbrechen muß, daß es endlich wieder Ruhe habe?ˮ (F 1884 28[23] = 1884 29 [1]; 1884 31[48]).
‟was macht Europa? Oh das ist ein krankes wunderliches Weibchen: das muß man rasen schreien und Tisch und Teller zerbrechen lassen, sonst hat man nimmer vor ihm Ruhe: ein Weib, das an dem, was es liebt, leiden willˮ (F 1884 32 [8]27).
‟Europa ist zuletzt ein Weib: und die Fabel lehrt, daß so ein Weib sich unter Umständen von gewissen Thieren fortschleppen läßt. Ehemals, zur Zeit der Griechen, war's ein Stier. Heute, der Himmel behüte mich, das Thier zu nennenˮ (F 1885 25 [13]).
‟Ehe nicht der Wollust wegen. Übung und Ausbildung der Kunst des coi [tus]. Die Knabenliebe als Ableitung von der Weiber-verehrung und -verzärtelung, und somit Verhinderung der Übernervosität und Schwäche der Weiber. Der Wettkampf und die Billigung des Neides. Die einfache Lebensweise. Die Sklaven und die Taxation der Arbeit. Die Religion keine Moralpredigerin, also Sitten freilassend, im Ganzenˮ (F 1881 11 [97]).
‟(Gegen die reine Pflanzenkost) Wollen wir denn Lämmerseelen und schwärmerische JungfräuleinSchaffen? Löwen wollen wir und Ungeheuer an Kraft und Liebeˮ (F 1882 4 [77]).
‟schwärmerische Mädchenhafte Empfindungenˮ (F 1880 4 [319]).
‟Die Lebensweise der Frauen, welche im Wesentlichen ernährt werden und nicht arbeiten, könnte sofort in eine philosophische Existenz umgewandelt werden! Aber man sehe sie vor einem Schauladen voller Putz und Wäsche!ˮ (F 1881 11 [6]).
‟Weib und Genie arbeiten nicht. Das Weib war bisher der höchste Luxus der Menschheitˮ (F 1882 5 [1]11).
‟Viele Menschen, namentlich Frauen, empfinden die Langeweile nicht, weil sie niemals ordentlich arbeiten gelernt habenˮ (‟Menswchlichesˮ 391).
‟Wären die Weiber so beflissen auf die Schönheit der Männer, so würden endlich der Regel nach die Männer schön und eitel sein, wie es jetzt der Regel nach die Weiber sind. Es zeigt die Schwärmerei und vielleicht die höhere Gesinnung des Mannes, dass er das Weib schön will. Es zeigt den größeren Verstand und die Nüchternheit der Weiber (vielleicht auch ihren Mangel an ästhetischem Sinne), dass die Weiber auch die hässlichen Männer annehmen; sie sehen mehr auf die Sache, das heisst hier: Schutz, Versorgungˮ (F 1876 18 [43]181).
‟Der Parasit. Es bezeichnet einen völligen Mangel an vornehmer Gesinnung, wenn jemand lieber in Abhängigkeit, auf anderer Kosten leben will, um nur nicht arbeiten zu müssen, gewöhnlich mit einer heimlichen Erbitterung gegen die, von denen er abhängt. Eine solche Gesinnung ist viel häufiger bei Frauen als bei Männern, auch viel verzeihlicher (aus historischen Gründen)ˮ (‟Menschlichesˮ 356).
‟Richtige Stellung des Weibes: Zerreißung der Familie. Ist nicht der Mann schlimmer daran mit den schrecklichen Anforderungen, die der Staat an ihn macht? Das Weib hat zu gebären und ist deshalb zum besten Berufe des Menschen da, als Pflanze zu leben. Sie arbeiten nicht, die Drohnen nach Hesioddˮ (F 1870 F 7 [31]).
‟Ein Urteil Hesiods bekräftigt. Ein Zeichen für die Klugheit der Weiber ist es, daß sie es fast überall verstanden haben, sich ernähren zu lassen, wie Drohnen im Bienenkorbe. Man erwäge doch aber, was das ursprünglich bedeuten will und warum die Männer sich nicht von den Frauen ernähren lassen. Gewiß weil die männliche Eitelkeit und Ehrfurcht größer als die weibliche Klugheit ist; denn die Frauen haben es verstanden, sich durch Unterordnung doch den überwiegenden Vorteil, ja die Herrschaft zu sichern. Selbst das Pflegen der Kinder könnte ursprünglich von der Klugheit der Weiber als Vorwand benutzt sein, um sich der Arbeit möglichst zu entziehen. Auch jetzt noch verstehen sie, wenn sie wirklich tätig sind, zum Beispiel als Haushälterinnen davon ein sinneverwirrendes Aufheben zu machen, so daß von den Männern das Verdienst ihrer Tätigkeit zehnfach überschätzt zu werden pflegtˮ (‟Menschlichesˮ , 412).
‟Ins Wirkliche übersetzt: die Gefahr der Künstler, der Genies, und das sind ja die ‟ewigen Judenʼ liegt im Weibe: die anbetenden Weiber sind ihr Verderb. Fast keiner hat Charakter genug, um nicht verdorben, ‟erlöstʼ zu werden, wenn er sich als Gott behandelt fühlt, er kondeszendiert alsbald zum Weibe. Der Mann ist feige vor allem Ewig- Weiblichen: das wissen die Weiblein. In vielen Fällen der weiblichen Liebe, und vielleicht gerade in den berühmtesten, ist Liebe nur ein feinerer Parasitismus, ein Sich-Einnisten in eine fremde Seele, mitunter selbst in ein fremdes Fleisch, ach! wie sehr immer auf ‟des Wirtesʼ Unkosten! ...ˮ (‟Der Fall Wagnerˮ 3).
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46 Cf. ‟Menschliches ˮ 424; 123; cf. die nietzschesche Zitate von ʽAskeseʼ von M.Stirner und Schopenhauer; cf. Knabe, Hure, Einsamkeit).
47 F 1880 8 [26]; cf. F 1881 11 [186]; F 1876 19 [112]; F 1881 11 [56]; F 1883 8[6]; F 1885 34[90]; F 1871 7 [76]; an Rohde 760523; cf. ‟Freund-schaftˮ 3197v, wie in: ‟Morgenröteˮ 503; cf. "Knabenliebe".
48 F 1884 25 [269]; 31 [42]; 18 [12]; 32 [8]14; cf. [9]21; [17]; F 22 1; F 31 42; F 32 8 14; F 32 10 1; F 12 122; F 34. 38b. 39b. 72; ‟Menschlichesˮ 259.